Die Zeitumstellung – Die Sommer- und Winterzeit in Deutschland im Überblick

Immer mehr Menschen regen sich über die jährliche Zeitumstellung auf. Diese wird entweder vergessen, oder aber die Menschen leiden unter der zeitlichen Verschiebung, und den hieraus resultierenden Verspätungen. Doch tatsächlich wissen die Meisten nur wenig über die eigentliche Zeitumstellung. Warum gibt es diese eigentlich? Welche Möglichkeiten zum einfachen Merken der Regelung gibt es? Und wie sieht es mit der geschichtlichen Entwicklung aus?

 

ZeitumstellungDie geschichtliche Entwicklungen der Zeitumstellung

Tatsächlich ist es heute bereits mehr als Hundert Jahre her, dass die Uhrzeit erstmalig umgestellt wurde. Genauer gesagt, fand dieses Ereignis im Jahr 1916 statt. Allerdings handelt es sich bei dieser Version nicht um die heute noch verwendete Umstellung der Uhrzeit. Grund sind gesetzliche Unklarheiten und Verschiebungen, durch welche eine Aussetzung der Umstellung immer wieder und für verschieden lange Perioden nötig war.

Die Unklarheiten und uneinheitlichen Regelungen sind größer, als die meisten Menschen denken. Denn tatsächlich gab es beispielsweise im Jahr 1947 eine zusätzliche Zeit, die sogenannte Hochsommerzeit. Allerdings hatte diese nicht lange Bestand, dementsprechend spielt diese heute gar keine Rolle mehr.

Die Zeitumstellung, so wie diese heute auch noch bekannt ist, ist seit dem Jahr 1980 relevant. Diese besteht auf der Sommer- und der Winterzeit. Allerdings erhielt die Sommerzeit erst im Jahr 2001 eine rechtliche Grundlage. Seit 2002 wird diese auf unbestimmte Zeit und ohne Begrenzung angewandt.

 

Die unterschiedlichen Zeiten im Überblick…

Wie bereits erwähnt, erfolgt eine Unterscheidung heute in die Sommer und Winterzeit. Die Sommerzeit beginnt im März und dauert dann bis zur Umstellung auf die Winterzeit an. Die Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit erfolgt am letzten Sonntag im März, hierbei erfolgt eine Umstellung um eine Stunde nach vor. Pünktlich in der Nacht werden dementsprechend die Uhren von 2 auf 3 Uhr umgestellt.

Die meisten Funkwecker und Smartphones passen sich der Sommer- und Winterzeit übrigens vollkommen selbstständig an. Lediglich, wenn diese Techniken nicht mit dabei sind, ist eine manuelle Umstellung der Uhr notwendig. Sehr ähnlich, nur umgekehrt, funktioniert die Umstellung der Uhrzeit im Winter. Auch hier ist der letzte Sonntag im Monat das wichtige Datum, allerdings ist hier der Oktober der entsprechende Monat. Hier wird pünktlich um 3 Uhr die Zeit eine Stunde zurückgestellt, dementsprechend auf 2 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt gilt in ganz Deutschland die allgemeine Winterzeit.

Obwohl es sich um ein Ereignis handelt, dass sich jedes Jahr wiederholt, haben viele Menschen hiermit Probleme. Denn oftmals ist nicht wirklich bekannt, wann und wie die Zeitumstellung zu erfolgen hat. Mit den Jahren haben sich dementsprechend in der Gesellschaft einige Tipps und Tricks eingebürgert, mit welcher die Umstellung der Uhrzeit leichter behalten werden kann. Ein klassisches Beispiel: Im Frühjahr werden die Gartenmöbel vor die Tür gestellt (Uhr wird eine Stunde vorgestellt), im Winter erfolgt das Umstellen hinter die Tür (Uhr wird eine Stunde zurückgestellt). Das genaue Datum lässt sich hiermit zwar nicht in Erfahrung bringen, allerdings ist es dennoch eine gute Eselsbrücke, um den Prozess der Zeitumstellung zu verinnerlichen.

Welche Vor- und Nachteile bietet die Zeitumstellung überhaupt?

Auch wenn sich die meisten Menschen vor allem über die Umstellung aufregen, bietet diese natürlich auch positive Aspekte. So sorgt die Sommerzeit an schönen Tagen dafür, dass ein möglichst langer Genuss des schönen Wetters möglich ist. Dank der Zeitumstellung bleibt es abends sehr lange hell, bis 22 Uhr ist ein Genießen des schönen Wetters im Freien kein Problem.

Zudem erfolgt durch die Umstellung auf die Sommer- und Winterzeit eine bessere Ausnutzung des Tageslichts. So ist es Abends sehr lange hell, während am Morgen Dunkelheit herrscht. Da hier meist sowieso der Schlaf an erster Stelle steht, ist dies für die meisten Menschen jedoch kein Nachteil.

Allerdings haben natürlich auch die Kritiker der Zeitumstellung recht, denn auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. So sorgt die Winterzeit durch die Zeitverschiebung für einen erhöhten Heizbedarf. Zudem bedeutet die Umstellung für viele Menschen eine gesundheitliche Belastungen. Durch den sogenannten Mini-Jet-Lag macht sich die fehlende oder zusätzliche Stunde auch nach Tagen noch bemerkbar.

 

Wo wird die Zeitumstellung praktiziert?

Die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit gehört zwar in Deutschland einfach dazu, dies ist allerdings nicht in allen Ländern so. Jedoch ist die Zeitumstellung zumindest in den westlichen Ländern sehr weit verbreitet. In China, Russland oder in vielen Ländern in Afrika ist die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit jedoch kein Thema.

Mehr zum Thema Zeitumstellung: